Impfquote liegt jetzt bei 1,7 Prozent

Nach Angaben von Gesundheitsministerin Dorothy Gwajima sind in Tansania inzwischen 1 Million Menschen gegen Covid-19 geimpft, dies entspricht einer Impfquote von 1,7 Prozent. Vom Impfstoff Johnson & Johnson, der von den USA über die internationale Impfinitiative COVAX gespendet worden war, gäbe es jetzt nur noch einen Restbestand von circa 25.000 Dosen, der für knapp eine weitere Woche reichen würde.

Es stehen ausreichend Impfdosen zur Verfügung

Im Anschluss stehen 1.065.000 Impfdosen der chinesischen Firma Sinopharm zur Verfügung, die als Geschenk der chinesischen Regierung ebenfalls über COVAX bereits an die Impfzentren und an die mobilen Impfteams für Impfungen unter anderem in Kirchen, Moscheen und auf Sportplätzen verteilt werden.

Ende des Monats sollen außerdem 500.000 Impfdosen von Biontech Pfizer in Tansania eintreffen - als Bestandteil von insgesamt zugesagten 3,7 Millionen Impfdosen von COVAX.

Gesundheitspersonal fordert Auszahlung der Gehälter

Die tansanische Tageszeitung 'The Citizen' berichtet heute über vereinzelte Beschwerden, wonach Mitarbeitern des Covid-19 Gesundheitspersonals das Gehalt nur sehr verzögert oder überhaupt nicht ausgezahlt worden sei.   
 

Nur 5,2 Prozent in Afrika vollständig geimpft

Während weltweit inzwischen immerhin 36 Prozent aller Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft worden sind, sieht es in Afrika weiterhin äußerst besorgniserregend aus: Am 19.10.2021 sind nur 5,2 Prozent  der Afrikaner vollständig geimpft.

Die Impfquote der Kontinente im Vergleich:
vollständig geimpft (Stand: 19.10.2021)

57 % Australien
54 % Europa           
50 % Nordamerika 
47 % Südamerika   
43 % Ozeanien 
40 % Asien    
05 % Afrika            

36 % weltweit       

Aber auch innerhalb von Afrika gibt es drastische Unterschiede.

Die Länder Afrikas mit der höchsten Impfquote:
vollständig geimpft (Stand: 19.10.2021)

76 % Seychellen  
65 % Mauritius    
56 % Marokko 
35 % Tunesien      
33 % Kapverden  
20 % Eswatini
18 % Südafrika
18 % Komoren
17 % Simbabwe
16 % Lesotho

Die Länder Afrikas mit der niedrigsten Impfquote:
vollständig geimpft (Stand: 19.10.2021)

0,6 % Kamerun   
0,5 % Guinea-Bissao  
0,3 % Südsudan 
0,3 % Tschad        
0,2 % Zentralafrikanische Republik 
0,2 % Liberia        
1,5 % Benin         
0,04 % DR Kongo   
k.A. Burundi      
k.A. Eritrea      

Bei den Mitgliedern der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) sieht es aktuell so aus:
vollständig geimpft (Stand: 19.10.2021)

12,9 % Ruanda        
2,3 % Kenia          
1,7 % Tansania   
0,9 % Uganda     
0,3 % Südsudan   
k.A. Burundi    

Quelle: Our World in Data (außer Tansania. Quelle: Regierung)

Als Ursache für die niedrige Impfquote in den meisten afrikanischen Ländern werden von Experten vor allem das Fehlen von Impfstoffen, Angst vor der Impfung und Probleme bei der Infrastruktur insbesondere im ländlichen Raum angeführt.

Da in Tansania gegenwärtig noch ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen, werden hier vor allem Impfängste und Impfverweigerung als Ursache für die niedrige Impfquote genannt. Der Bevölkerung war unter der Vorgängerregierung ein Jahr lang vermittelt worden, dass Tests und Impfungen schwer gesundheitsschädlich oder sogar tödlich seien.

"Wegen niedriger Impfquote: In Afrika verbreiten sich mehrere Mutanten, die sich gefährlich entwickeln könnten"
'Business Insider Germany' vom 15.9.2021
 

Über 1 Million weitere Impfdosen aus China eingetroffen

Über 1 Million neue Impfdosen sind am 8. Oktober in Daressalam eingetroffen. Es handelt sich dabei um eine Spende aus China im Rahmen der internationalen COVAX-Impfinitiative. Die 1.065.000 Dosen des Sinopharm-Impfstoffs sind die erste von insgesamt zwei Lieferungen aus China mit einem Gesamtumfang von 1,5 Millionen Impfdosen.

An der Übergabe in Daressalam nahmen hochrangige Regierungsvertreter und Vertreter der Vereinten Nationen (UN), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Kinderhilfswerks teil.
 

Ältestenräte lassen sich impfen

Um die immer noch extrem niedrige Zahl der Geimpften zu erhöhen, will die Regierung jetzt auch verstärkt die traditionellen Gremien in die laufende Impfkampagne einbeziehen. Am 3. Oktober ließen sich beispielsweise in der Kigoma Region 2.400 Älteste impfen. Zuvor hatten sich die Ältestenräte bereit erklärt, zukünftig an der Aufklärung der Bevölkerung mitzuwirken.

Auch in der Shinyanga Region wurden Ende September über 10.000 Älteste geimpft. 

Zahl der Impfzentren auf 6.784 erhöht

Anfang Oktober wurde vom Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass sich die Zahl der Impfzentren innerhalb weniger Tage von landesweit 550 auf nunmehr 6.784 erhöht hat.

Im Ministerium wird nach Angaben der tansanischen Tageszeitung 'The Citizen' außerdem mit Unterstützung der EU an einem Plan gearbeitet, um sicherzustellen, dass Krankenhäuser über Sauerstoffproduktionsanlagen verfügen.
 

Aufruf der Staatspräsidentin an alle religiösen Führer des Landes

Staatspräsidentin Samia Suluhu Hassan hat am 28. September in Dodoma angesichts des extrem schleppenden Impftempos erneut alle religiösen Führer des Landes aufgefordert, die landesweite Impfkampagne gegen Covid-19 zu unterstützen. Die Geistlichen würden eine zentrale Rolle spielen bei der Aufklärung der Bevölkerung.

Laut einem Bericht der Regierungszeitung Daily News appellierte Hassan an die religiösen Führer mit den Worten: „Ich fordere Sie auf, eine große Kampagne zum Thema Covid-19 und Impfungen durchzuführen. Die Wahrheit ist, dass die Covid-19-Impfstoffe eine lang anhaltende Immunität gegen schwere Krankheiten und Todesfälle bieten.“ Sie ergänzte: „Obwohl die Impfstoffe freiwillig sind, wissen einige Menschen immer noch nicht, welche Vorteile eine Impfung hat.“

Fredrick Shoo (ELCT) verspricht Unterstützung der Impfkampagne

Mehrere Religionsführer haben inzwischen zugesagt, dem Aufruf der Staatspräsidentin zu folgen. In einem Telefoninterview mit den Daily News sagte der Leitende Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT), Fredrick Shoo, dass der Aufruf positiv aufgenommen wurde. Shoo, gleichzeitig Vorsitzender des Christian Council of Tansania (CCT), erklärte, dass die Kirchen ihre Gemeindemitglieder weiterhin durch Predigten und andere Lehren aufklären würden - so wie sie es auch in der Vergangenheit bereits getan hätten. „Wir vom CCT waren an vorderster Front dabei, Tansanier zu ermutigen, sich impfen zu lassen, um die Zahl der durch das Coronavirus verursachten Todesfälle zu reduzieren. Wir haben verschiedene Medien und Gottesdienste genutzt, um das Bewusstsein für Covid-19-Impfstoffe zu schärfen, es ist in unseren Programmen enthalten“, sagte er. 

Auch muslimische Führer wollen Bevölkerung zur Impfung motivieren

Muslimische Führer wie Scheich Alhad Mussa Salum sagten, dass der Aufruf der Staatspräsidentin zur richtigen Zeit gekommen und von den Geistlichen begrüßt worden sei. „Einige von uns wurden an dem Tag geimpft, als Präsident Samia die Impfkampagne im Land gestartet hat. Dies zeigt, wie sehr wir unser Staatsoberhaupt unterstützen und die Tansanier zur Impfung motivieren“, sagte Salum.
 


Frühere Meldungen

Hotel in Daressalam meldet 100-prozentige Impfquote der Mitarbeiter

Das Coral Beach Hotel in Daressalam hat in der letzten Septemberwoche eine 100-prozentige Impfquote seiner Mitarbeiter gemeldet. Die tansanische Tageszeitung 'The Citizen' greift in ihrer heutigen Ausgabe diese Mitteilung als vorbildlich auf und verweist außerdem auf die Aussage von Hotelbesitzer Jean Marc Ah-Foo, dass alle Impfungen auf freiwilliger Basis durchgeführt worden sind.

„Die Impfkampagne wurde durchführt, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten und die Kunden zu beruhigen“, heißt es in einer Stellungnahme des Hotels. Nach Einschätzung von Ah-Foo arbeiten „Mitarbeiter im Gastgewerbe aufgrund der Risiken, die mit ihren regelmäßigen Interaktionen mit ausländischen und inländischen Kunden verbunden sind, an vorderster Front." Es sei wichtig, alle Mitarbeiter darüber aufzuklären, wie wichtig es sei, sich vor COVID-19 Varianten zu schützen.

Organisation von Diskussionsrunden mit Ärzten

Um Vertrauen zur Impfung aufzubauen, hat die Hotelleitung eine Reihe von offenen Diskussionsrunden mit Ärzten organisiert. Außerdem arrangierte sie bei Bedarf den Transfer des Personals zu Krankenhäusern und Impfzentren. Geimpfte Mitarbeiter erhielten das Abzeichen „Ich bin gegen COVID-19 geimpft“ und dienten als Vorbild für ihre Kollegen.

Nach Meinung des Hoteldirektors ist die Beschleunigung der Impfkampagne entscheidend für die Erholung des Gastgewerbes in Daressalam. Ah-Foo: „Hotels müssen bereit sein, den Gästen ein höheres Maß an Betreuung und Sicherheit zu bieten. Impfungen zusätzlich zu den bereits bestehenden Schutzmaßnahmen sind ein Hinweis auf Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität.“

Das Hotel will nun auch externe Vertragsarbeiter und Lieferanten sowie die Familienmitglieder der Mitarbeiter ermutigen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.
 

Tansania bestellt 2 Millionen Impfdosen Sinopharm aus China

Nach Medienberichten hat die Regierung 2 Millionen Impfdosen Sinopharm aus China angefordert. Allerdings liegen immer nocn ausreichend Impfdosen der Firma Johnson & Johnson in den Impfzentren. Johnson & Johnson wird im Gegensatz zu Sinopharm nur einmal verabreicht. Vor diesem Hintergrund wird Regierungssprecher Gerson Msigwa mit den Worten zitiert: „Diejenigen, die Angst vor Injektionen haben, sollten sich besser für die verfügbaren Johnson-Dosen entscheiden, anstatt auf Dosen zu warten, die zweimal im Jahr verabreicht werden.“

Gesundheitsexperten sind inzwischen in entlegene Dörfer entsandt worden, um auch den Menschen im ländlichen Raum Gelegenheit zur Impfung zu geben.

Erster zugelassener chinesischer Impfstoff gegen Covid-19

Nach Angaben der WHO erfüllen die beiden chinesischen Impfstoffe von Sinopharm und Sinovac mit ihren Covid-19-Vakzinen die Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation. Sie hat für den chinesischen Impfstoff von Sinopharm am 7. Mai eine Notfallzulassung erteilt. Mit Sinopharm erhielt die erste chinesische Pharmafirma eine Zulassung der WHO für einen Corona-Impfstoff.
 

567 Millionen US-Dollar Soforthilfe des IWF

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Tansania eine Soforthilfe in Höhe von 567 Millionen US-Dollar zur Finanzierung seiner COVID-19-Impfkampagne bewilligt. Ein Regierungssprecher sagte, ein Teil der Mittel werde für den Bau einer Anlage zur Herstellung von Impfstoffen, darunter auch gegen COVID-19, verwendet.

WHO will Zahl der Impfstoffe für Afrika erhöhen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der dritten Septemberwoche angekündigt, dass Afrika bis Februar 2022 ausreichend Impfstoffe zur Verfügung gestellt werden, um 30 Prozent der Bevölkerung impfen zu können.
 

US-Regierung will Corona-Management in Krankenhäusern verbessern

Die US-Regierung will weiterhin Tansanias Bemühungen im Kampf gegen Covid-19 unterstützen. Im Rahmen eines neuen Projekts soll jetzt das Management schwerer Krankheitsfälle in Überweisungskrankenhäusern verbessert werden. Die Umsetzung erfolgt durch die US-Agentur für Internationale Entwicklung (USAID) im Dodoma Regional Referral Hospital (Dodoma), im Bombo Regional Referral Hospital (Tanga), im Mount Meru Regional Referral Hospital (Arusha) sowie im Sekou Toure Regional Referral Hospital (Mwanza).
 

Aktuelle Impfquote liegt jetzt bei 0,6 Prozent

Regierungssprecher Gerson Msigwa teilte am 12. September in Dodoma mit, dass inzwischen 345.000 Tansanier gegen Covid-19 geimpft worden sind. Dies entspricht einer Impfquote von 0,6 Prozent.

Ursache für die ausgesprochen niedrige Quote sind weiterhin nicht fehlende Impfdosen, von denen noch 655.000 in den landesweit über 500 Impfzentren für alle erwachsenen Bevölkerungsgruppen zur Verfügung stehen, sondern die fehlende Impfbereitschaft und den Impfängste der Bevölkerung.

Aufbau mobiler Impfzentren

Nach Angaben von Msigwa soll die Impfkampagne deshalb mit zusätzlichen und mobilen Impfzentren insbesondere auch im ländlichen Raum angekurbelt werden. Die Regierung halte weiterhin an ihrem Ziel fest, möglichst schnell mindestens 11 Millionen Tansanier (20 Prozent) und mittelfristig 60 Prozent der Bevölkerung zu impfen.
 

Impfung christlicher und muslimischer Geistlicher auf Sansibar

Mehrere christliche und muslimische Geistliche haben sich nach Angaben der tansanischen Regierungszeitung Daily News am 6. September im Mnazi Mmoja Hospital in Sansibar gegen Covid-19 impfen lassen. Die Priester forderten die Bevölkerung anschließend auf, ihnen zu folgen und sich die Schutzimpfung in den dafür vorgesehenen Gesundheitseinrichtungen zu holen.

„Als religiöse Führer unterstützen wir die Bemühungen der Regierungen der Union und Sansibars, sich für Covid-19-Impfstoffe einzusetzen", sagte Pastor Anselmo Mwang'amba von der Katholischen Kirchengemeinde Kitope. Als Religionsführer ständen sie hinter der Entscheidung von Präsidentin Samia Suluhu Hassan und ihrem Amtskollegen Dr. Ali Mwinyi aus Sansibar, Impfungen auf freiwilliger Basis zuzulassen.

Auch Sheikh Hassan Othman Ngwali und Sheikh Khalid Ali Mfaume sprachen sich öffentlich für eine Impfung ihrer Gemeindemitglieder aus. Außerdem müssten die anderen Präventionsmaßnahmen weiterhin eingehalten werden.

Sansibar: Impfquote von 0,6 Prozent bis Ende August

Auf Sansibar wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwischen dem 25. Juni und dem 25. August knapp 10.860 Menschen geimpft. Dies entspricht einer Impfquote von 0,6 Prozent. 390 Personen sind in diesem Zeitraum offiziell positiv getestet worden. 15 Erkrankte starben. Experten gehen von einer wesentlich höheren Dunkelziffer aus.
 

Vorladung prominenter Impfgegner beim CCM-Parteivorstand

Die Ethikkommission des Vorstands der Regierungspartei CCM hat am 3. September die drei prominenten CCM-Mitglieder Josephat Gwajima (Erzbischof der evangelikalen Glory of Christ Tanzania Church), Jerry Silaa (ehemaliger Bürgermeister von Daressalam) und Humphrey Polepole (ehemaliger Regierungssprecher) vorgeladen. Gwajima und Silaa, denen eine Verunglimpfung des Parlaments vorgeworfen wurde, waren zuvor bereits von der parlamentarischen Ethikkomission des Nationalparlaments verhört und von zwei Parlamentssitzungen suspendiert worden.

Sowohl der Erzbischof als auch der ehemalige Regierungssprecher zählen zu den prominentesten Gegnern der Coronapolitik von Staatspräsidentin Samia Suluhu Hassan und insbesondere ihrer landesweiten Impfkampagne. Beiden Impfgegnern drohen nun auch disziplinarische Maßnahmen durch den Parteivorstand.
 

Fehlende Sauerstoff-Flaschen: Sansibar fordert internationale Hilfe

Aus vielen Landesteilen Tansanias häufen sich gegenwärtig die Berichte über steigende Covid-19 Infektions- und Todeszahlen. Sansibars Gesundheitsminister Nassor Ahmed Mazrui und Ali Abdalla Suleiman, Generaldirektor im Gesundheitsministerium von Sansibar, haben am 31. August gegenüber der Regierungszeitung 'Daily News' in eindringlichen Worten die internationale Entwicklungszusammenarbeit aufgefordert, möglichst schnell bei der dringend benötigten Produktion von Sauerstoff für schwer erkrankte Covid-19 Patienten zu helfen. 

Bereits 40-70 Prozent der Schwererkrankten können nicht mit Sauerstoff versorgt werden

Aktuell steht nach Angaben des Ministeriums für ganz Sansibar nur eine einzige Produktionsanlage zur Verfügung, mit der täglich 30 Sauerstoff-Flaschen hergestellt werden können. Insgesamt liegt der Bedarf aber bei 50-100 Flaschen pro Tag, d.h. 40-70 % der Erkrankten können bereits jetzt nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden. Suleiman: "Wir brauchen dringend Hilfe!"

Bei den Infektionen ein Anstieg von 225 % innerhalb von zwei Wochen

Nach Angaben des Gesundheitsministers hat sich der Zahl der Infektionen innerhalb von zwei Wochen um 125 % erhöht. Wurden auf Sansibar am 10. August noch 390 Infektionen pro Woche registriert, so sind es inzwischen bereits 876. Dabei muss wie in ganz Tansania von einer noch wesentlich höheren Dunkelziffer ausgegangen werden. Vorsorgliche Tests wie in Europa sind hier so gut wie unbekannt.

Sehr langsames Impftempo

Große Sorgen macht sich der sansibarische Gesundheitsminister auch über das langsame Impftempo. Von 85.000 Impfdosen, die Sansbar im Juni/Juli als Spenden aus Russland und China erhalten hat, sind erst knapp 11.000 verimpft. Nicht einmal unter dem Gesundheitspersonal und den Senioren sei eine größere Impfbereitschaft vorhanden. Deshalb habe das Ministerium nach dem Vorbild des Festlands die Priorisierung von Impfgruppen bereits aufgehoben.
 

Einführung der Maskenpflicht im Parlament

Im Nationalparlament von Tansania wurde jetzt angesichts der aktuellen Corona-Situation eine allgemeine Maskenpflicht angeordnet. Ein Teil der Abgeordneten muss zur Wahrung des Sicherheitsabstands die Parlamentssitzungen am Bildschirm verfolgen. Und zur Besuchertribüne werden nur noch Regierungsbeamte und Journalisten zugelassen.
 

Evangelikaler Bischof Gwajima vom Parlament verurteilt

Der radikale evangelikale Erzbischof Josephat Gwajima (Glory of Christ Tanzania Church) ist in seiner Funktion als gewähltes Parlamentsmitglied vom Nationalparlament bis zum Jahresende von den Parlamentssitzungen ausgeschlossen worden. Dem Beschluss ging in der letzten Augustwoche eine Anhörung vor dem parlamentarischen Ethikausschuss voraus, bei der Gwajima (CCM) die Abgeordneten bereits dadurch provozierte, dass er den ihm zugewiesenen Stuhl ablehnte, das Mikrofon verweigerte und an der Anhörung zeitweise stehend teilnahm.

"Das Parlament in Verruf gebracht"

In der Sache wurde der Priester für schuldig befunden, durch seine Behauptung, dass Regierungsbeamte beim Zulassungsverfahren für Covid-19 Impfstoffe bestochen worden seien, das Parlament in Verruf gebracht zu haben. Gwajima hätte bei der Anhörung nicht einmal den Versuch unternommen, seine Anschuldigung zu beweisen. Anstatt seine Aussagen zu bedauern, wolle er Zwietracht säen zwischen dem Parlament, der Exekutive und der Öffentlichkeit.

Empfehlung zur Einleitung eines Strafverfahrens

Das Parlament kürzte auch das Gehalt des Abgeordneten bis zum Jahresende um 50 Prozent und empfahl der Generalstaatsanwaltschaft, die Aussagen Gwajimas zu überprüfen und gegebenenfalls zeitnah ein Strafverfahren einzuleiten.

Gwajima vertrat bei der Anhörung die Auffassung, dass er seine ablehnenden Äußerungen gegen Covid-19 Impfungen nicht in seiner Funktion als Abgeordneter, sondern als Priester gemacht habe. "Predigten haben nicht mit dem Parlament zu tun", sagte er.

Der Ethikausschuss folgte dieser Argumentation nicht. Laut Verfassung hätten Einzelpersonen das Recht zum Beten, "sie dürfen jedoch beim Beten nicht gegen die Sicherheit und die Rechte der Gesellschaft verstoßen."
 

Neue Variante in Südafrika mit 59 Mutationen

Update  Die nationale Gesundheitsbehörde in Südafrika hat eine neue Variante des Coronavirus identifiziert, die möglicherweise zum Problem werden könnte. Die Forschenden nennen die Linie C.1.2., sprechen von einer „besorgniserregenden Konstellation an Mutationen” und sehen einen kontinuierlichen Anstieg der Variante, die sich bereits in sechs von neun Regionen des Landes ausbreitet. Zudem in der DR Kongo, Mauritius, Neuseeland und Botswana. Laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) wurde C.1.2. auch bereits in Europa nachgewiesen – in Portugal und in der Schweiz. Gegenwärtig ist aber noch unklar, was das für den Impfschutz bedeuten könnte.

Zum ausführlichen Artikel:
"Neue Virusvariante mit 59 Mutationen entdeckt: Wie gefährlich ist C.1.2.?"
RND vom 31.8.2021

Bislang hat C.1.2 die Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für eine Variante von Interesse (VOI) oder eine Variante von Besorgnis (VOC) noch nicht erfüllt, da die Wissenschaftler noch mehr Informationen benötigen, um feststellen zu können, ob die Variante in eine der beiden Kategorien einzuordnen ist, sagte der Mitautor der südafrikanischen Studie, Dr. Richard Lessells, gegenüber Health24 (Südafrika).

„Die Kernaussage ist, dass die Leute nicht in Panik geraten sollten, insbesondere bei dieser C.1.2-Variante, aber sie sollten sich bewusst sein, dass dies wiederum ein Signal ist, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist und dass wir alle das Richtige tun müssen. Wir tun alles, was wir können, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und das Auftauchen dieser neuen Varianten zu verhindern", fügte Lessells hinzu. "Und das bedeutet, dass wir uns so schnell wie möglich impfen lassen und gleichzeitig alle anderen öffentlichen Gesundheits- und Sozialmaßnahmen befolgen, die ergriffen werden, um die Ausbreitung in unseren Gemeinden einzudämmen."

Lessells ist ein führender Experte für Infektionskrankheiten, der an der Überwachung von Covid-19-Varianten beteiligt ist.
 

Erzbischof von Daressalam ordnet die Impfung aller Priester an

Jude Thaddaeus Ruwai'chi, Erzbischof von Daressalam, hat angesichts zunehmender Todesfälle die Impfung aller Priester angeordnet. "Jeder Priester muss gegen Covid 19 geimpft werden. Es ist eine Krankheit, die uns zutiefst berührt, denn sie kostet uns das Leben unserer Angehörigen. Lasst uns das ernsthaft angehen", so Ruwai'chi während der Beerdigung des ehemaligen Direktors von Tumaini Media, Pater Paul Haule, auf dem Gelände der der Wallfahrtsstätte „Pugu-Pilgrimage“ der Erzdiözese Daressalam.

Der Erzbischof verurteilte alle Verharmloser der Corona-Pandemie und betonte, dass es sich um ein gefährliches Virus und eine allgemeine Tragödie handle, die allen Menschen schadet. Er warnte auch vor denen, die sich mit wenig glaubwürdigen Argumenten gegen die Impfung aussprechen. Kurz zuvor hatte der ehemalige CCM-Sprecher Humphrey Polepole seine ablehnende Haltung zur Covid-19 Impfung publik gemacht.

"Gottes Wille ist es, dass wir leben!"

"Wir haben gebetet und Gott gebeten, uns den Impfstoff gegen das Coronavirus zu bringen. Und jetzt wurde er gefunden, aber wir lehnen ihn ab. Was wollen wir, dass Gott noch für uns tut? Gottes Wille ist es, dass wir leben. Ignorieren wir das Geschwätz der Impfgegner. Lassen wir uns impfen und Gott bitten, uns vor dieser Krankheit zu bewahren", betonte der Erzbischof und forderte alle Menschen auf, den Rat des Gesundheitspersonals zu befolgen und sich weiterhin vor dem Virus zu schützen.

Zu Beginn des Trauergottesdienstes für Pater Paul Haule in der Pfarrei „St. Peter Osterbay“ in Daressalam forderte auch der Vizepräsident von Tansania, Philip Mpango, die Gläubigen auf, alles zu tun, um Priester und Ordensfrauen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Er überbrachte die Grüße von Präsidentin Samia Suluhu Hassan und brachte die Trauer der gesamten Regierung über den Tod von Pater Haule zum Ausdruck. Er sei ein guter und bescheidener Priester gewesen, der stets Frieden und Ethik in der Gesellschaft gepredigt habe.  Quelle: Fides
 

Aufbau mobiler Impfzentren

Abel Makubi, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, hat zur Beschleunigung des Impftempos in Tansania die Eröffnung weiterer Impfzentren in Wohngebieten angekündigt. Es dürfe nicht gewartet werden, bis die Menschen in die Gesundheitszentren kommen. Makubi teilte auch den Aufbau mobiler Impfzentren mit.
 

Beim gegenwärtigen Impftempo sind erst Ende 2023 20 % der Tansanier geimpft

Update  Nach Medienberichten sind auf dem tansanischen Festland und auf Sansibar bis zum 28. August 305.000 Menschen gegen Covid-19 geimpft, das entspricht circa 0,4 Prozent der Bevölkerung. Unter den Geimpften befinden sich circa 58 Prozent Männer und circa 42 Prozent Frauen. Aktuell kommen durchschnittlich 14.500 Personen pro Tag hinzu. Bei diesem Impftempo würde es noch bis Oktober 2023 dauern, bis das von der Regierung vorgegebene Minimalziel einer Impfquote von 20 Prozent erreicht ist. 

Mangelnde Impfbereitschaft und Impfängste eines ganzen Volkes

Die Ursache für das überaus langsame Impftempo liegt nicht an der Zahl der Impfdosen, von denen aktuell noch circa 800.000 in den landesweit 550 Impfzentren zur Verfügung stehen. Sie liegt vor allem an der mangelnden Impfbereitschaft und den Impfängsten eines ganzen Volkes, dem der inzwischen verstorbene Staatspräsident John Magufuli über ein Jahr lang eindringlich und unter Verwendung religiöser Argumente („Beten statt Impfen“) vermittelt hat, dass die Impfungen vor allem eine Maßnahme der imperialistischen Industriestaaten seien, um die Tansanier krank und abhängig zu machen. 

"Durch Impfungen werdet Ihr zu Zombies!"

„Durch die Impfungen werdet Ihr zu Zombies“, predigte der radikale evangelikale Erzbischof Josephat Gwajima (CCM) noch vor wenigen Tagen in Daressalam von der Kanzel. Weil er mit einer solchen Aussagen der Corona-Politik der neuen Staatsprädentin Samia Suluhu Hassan (CCM) öffentlich widersprach, muss er sich als Parlamentsabgeordneter gegenwärtig vor einem Ethikausschuss des Nationalparlaments in Dodoma verantworten. 

Angesichts niedriger Impfzahlen hat die Regierung schon kurz nach dem Impfbeginn am 3. August auf eine Priorisierung weitgehend verzichtet. Doch das Impftempo hat sich auch dadurch nicht nennenswert erhöht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Anweisungen des Gesundheitsministeriums selten kontrolliert und von der Bevölkerung kaum ernstgenommen werden. Wie sollten auch Vorgaben, beispielsweise die Einhaltung von Mindestabständen in Schulklassen, realistisch vor Ort umgesetzt werden?  

Ein Wettlauf gegen die Zeit

Nicht nur in Tansania, wo angesichts der extrem niedrigen Impfquote vermutlich auch noch sehr lange die Entstehung neuer gefährlicher Mutationen droht, ist es ein Wettlauf gegen die Zeit – auch aus finanzieller Sicht. Denn laut Economist Intelligence Unit (London) könnten Länder, die bis Mitte 2022 nicht mindestens 60 Prozent ihrer Bevölkerung geimpft haben, im Zeitraum 2022-2025 BIP-Verluste in Höhe von insgesamt 2,3 Billionen US-Dollar erleiden. 

Tansania: 60 Prozent Impfquote frühestens 2027?

Vermutlich sind Südafrika und Marokko die einzigen afrikanischen Länder, die die 60-Prozent-Schwelle bis Mitte 2022 erreichen werden. Beim gegenwärtigen Impftempo wäre eine Impfquote von 60 Prozent in Tansania frühestens im Jahr 2027 erreicht.  

Dabei dürfte eine Impfquote von 60 Prozent für eine Herdenimmunität vermutlich nicht ausreichen. Experten gehen inzwischen von 90 Prozent aus und führen als Begründung die Delta-Variante mit ihrer 300-fachen Viruslast an.

"Auch in Afrika wird der Kampf gegen das Virus zur Normalität"

Weil das Erreichen einer weltweiten Immunität von 90 Prozent unrealistisch erscheint, wird COVID-19 vermutlich endemisch und „unseren Kampf gegen das Virus zur neuen Normalität machen. Wenn dies der Fall ist, wird sich die Krankheitslast wahrscheinlich auf Kinder verlagern. Diese Gruppe ist bislang von den schlimmsten gesundheitlichen Folgen der Pandemie verschont geblieben, steht aber vor allem in Afrika vor erheblichen mentalen und emotionalen Hürden.“ (ONE Campaign, Südafrika)

Für viele Menschen in Afrika ist es gegenwärtig nur schwer nachzuvollziehen, dass in den reichen Ländern bereits Auffrischungsimpfungen stattfinden, während in den meisten afrikanischen Staaten nicht einmal die Senioren und Risikogruppen geimpft sind. Entsprechend hat die WHO (allerdings vergeblich) ein Moratorium für Auffrischungsimpfungen bis mindestens Ende September gefordert. Nach Angaben von ONE, der von U2-Sänger Bono und anderen Aktivisten gegründeten Hilforganisation, kommt erschwerend hinzu: 

„Andere Maßnahmen der öffentlichen Gesundheit, die die Übertragung von COVID-19 verlangsamen, wie soziale Distanzierung und häufiges Händewaschen, sind laut einem neuen Bericht für Hunderte Millionen Menschen in ganz Afrika unerreichbar. Auffallend ist, dass 700 Millionen Menschen auf dem Kontinent keinen Zugang zum Händewaschen haben und 283 Millionen in einem Raum mit drei oder mehr Personen schlafen. Diese strukturellen Ungleichheiten müssen ein weiterer Grund für wohlhabende Nationen sein, das Horten von Impfstoffen und die Unterstützung von Auffrischungsimpfungen einzustellen und stattdessen ihre Impfdosen zu teilen.“

Während in Tansania die große Mehrheit der Bevölkerung den Covid-19 Impfungen noch weitgehend ablehnend gegenübersteht, sieht es in vielen anderen afrikanischen Ländern ganz anders aus. Hier fehlen die Impfstoffe, deren Zahl nach Einstellung der Lieferungen aus Indien rückläufig ist. Nach Angaben des 'Africa Centres for Disease Control and Prevention' (CDC) der Afrikanischen Union akzeptieren zum Beispiel bereits 76 Prozent der Nigerianer die Covid-19 Impfungen. Geimpft sind in Nigeria bislang aber erst 0,7 Prozent.

In Dakar (Senegal) will das Institut de Pasteur in Dakar noch in diesem Jahr mit der Herstellung von Impfstoffen beginnen, und Togo hat zwar auch erst knapp 2 Prozent seiner Bevölkerung, aber bereits über 90 Prozent seines Gesundheitspersonals geimpft. Und am 22. August konnte mit 1,79 Millionen Impfungen ein neuer Tagesrekord für Afrika verzeichnet werden. (COVID-19 Africa Tracker)

COVAX erwartet für Afrika 1,5 Milliarden Impfdosen bis Ende 2021

Die internationale Impfinitiative COVAX erwartet in seiner jüngsten Angebotsprognose bis zum Jahresende bis zu 1,5 Milliarden ausgelieferte Dosen. Dies entspricht etwa 23 Prozent der Bevölkerung der belieferten Länder.  

Zur afrikanischen Realität gehört aber auch, dass die Demokratische Republik Kongo 1,3 Millionen Dosen an COVAX zurückgab, weil sie diese nicht vor Ablauf der Gültigkeitsdauer verteilen konnte. Im Mai gab auch der Südsudan aus dem gleichen Grund 72.000 Dosen zurück. Hunderttausende von nach Afrika gelieferte Dosen hatten zudem eine zu kurze Haltbarkeit.

Aufbau lokaler Produktionsstätten für Impfstoffe

Derweil werden auf verschiedenen Ebenen Anstrengungen unternommen, lokale Kapazitäten für die Herstellung von Impfstoffen aufzubauen. Aspen Pharmacare aus Südafrika stellt bereits Covid-19 Impfstoff von Johnson & Johnson für die Afrikanische Union her. Pfizer und BioNTech unterzeichneten eine Vereinbarung für das Biovac Institute in Südafrika zur Herstellung ihres Impfstoffs. 

Auch die tansanische Staatspräsidentin Samia Suluhu Hassan, die sich Anfang August während einer TV-Liveübertragung demonstrativ impfen ließ, hat bereits den Bau eines Produktionsstätte in Ostafrika gefordert.  In der kommenden Woche will sie ein Musikfestival auf Sansibar besuchen, um vor Ort Werbung für die staatliche Impfkampagne zu machen. Außerdem hofft sie auf Unterstützung durch die Organisationen der Zivilgesellschaft und durch die Kirchen.
 

Evangelikaler Bischof Gwajima fordet Rücktritt der Gesundheitsministerin

Nach Angaben von Ippmedia hat der evangelikale Bischof Josephat Gwajima  (Glory of Christ Tanzanian Church) am 22. August den Rücktritt von Gesundheitsministerin Dorothy Gwajima gefordert. Diese hatte zuvor die Verhaftung des umstrittenen Predigers verlangt, dem wohl prominentesten tansanischen Kritiker der neuen Corona-Politik von Staatspräsidentin Samia Suluhu Hassan. Josephat Gwajima ist der Schwager der Gesundheitsministerin, beide gehören der Regierungspartei CCM an.

Vorladung von Bischof Gwajima zur Ethikkommission des Nationalparlaments

Parlamentssprecher Job Ndugai (CCM) hat die Parlamentsabgeordneten Josephat Gwajima (CCM) und Jerry Silaa (CCM), den ehemaligen Bürgermeister von Ilala (Daressalam), vor die Ethikkommission des Nationalparlaments zitiert. Zwischen dem 23. und 27. August sollten sie dort zu mehreren Anschuldigungen Stellung nehmen. Unter anderem geht es um unwahre Behauptungen und die "Erniedrigung der Würde des Parlaments".

Der evangelikale Bischof und Wunderheiler Josephat Gwajima (Glory of Christ Tanzanian Church), ein enger Vertrauter und Glaubensbruder des verstorbenen Staatspräsidenten John Magufuli, geriet in den letzten Wochen wegen seiner entschiedenen Ablehnung von Covid-19-Impfungen in die Schlagzeilen.

Gwajima: "Impfungen können Menschen in Zombies verwandeln"

Gwajima, dessen Aussagen zur Ursache der Covid-19 Pandemie von Facebook gelöscht worden sind, hatte in der ersten Augusthälfte Ärzte und Professoren, die sich für Impfungen einsetzen, als "Menschen ohne Gehirn" bezeichnet und  von der Kanzel gepredigt: "Impfungen töten Menschen oder können sie in Zombies verwandeln. Menschen, die sich impfen lassen, riskieren, geistig behindert oder vom Computer aus dem Westen überwacht zu werden."

Die Regierungspartei CCM hatte daraufhin angekündigt, Disziplinarmaßnahmen gegen Gwajima in die Wege zu leiten. Die Ärztekammer von Tansania (MAT) forderte juristische Maßnahmen gegen den Wunderheiler.
 

Staatspräsidentin ruft Bevölkerung zum Impfen auf

Staatspräsidentin Hassan rief nach Angaben der Regierungszeitung Daily News am 22. August noch einmal die Bevölkerung zur Teilnahme an der Impfkampagne auf: „Lassen Sie sich impfen, unabhängig davon, ob Sie bereits den Coronavirus hatten. Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen durch Impfungen besser geschützt werden. Impfstoffe bieten einen hohen Schutz davor, schwer zu erkranken und an der Krankheit zu sterben, obwohl kein Impfstoff zu 100 Prozent schützt.“
 

Reduzierung der Testkosten für Reisende

Auf Beschluss der Regierung sind die Gebühren für Covid-19 Tests für Reisende deutlich gesenkt worden: Inländisch Reisende zahlen jetzt statt 100 US-Dollar nur noch 50 USD für einen PCR-Test. Der bei der Einreise aus dem Ausland obligatorische Antigen-Schnelltest kostet statt 25 USD nur noch 10 USD.

Der East African Business Council (EABC) lobte die Preissenkungen. Sowohl der Tourismus als auch die Wirtschaft würden von der Maßnahme profitieren.
 

Russland verlängert Flugverbot von und nach Tansania

Russland hat mit Verweis auf die aktuelle Verbreitung der Corona-Pandemie in Tansania die Einstellung des Flugverkehrs mit Tansania bis zum 2. September verlängert. Noch bis Frühjahr 2021 war vor allem Sansibar ein bevorzugtes Urlaubsziel russischer Touristen. Die Bilder der ungeimpft und ungeschützt am Strand feiernden Urlauber gingen durch die Medien.
 

Ostafrikanische Gemeinschaft will gemeinsam Impfstoffe produzieren

Das Sekretariat der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) hat sich nach Angaben der Regierungszeitung Daily News für einen "koordinierten Ansatz im Umgang mit Covid-19 in der Region" ausgesprochen. Der Privatsektor und die EAC-Partnerländer sollten gemeinsam in die Produktion und Bereitstellung von Impfstoffen in Ostafrika investieren.

Die EAC forderte außerdem die Aufnahme von LKW-Fahrern in die Prioritätengruppe 1 der gegenwärtig stattfindenden Impfungen. 

"Impfungen in Tansania: Nun Spritze statt Gebet gegen das Virus"
Tagesschau vom 7.8.2021
 

US-Botschafter ruft zur Impfung auf

Donald Wright, US-amerikanischer Botschafter in Tansania, hat am 5. August auf einer Pressekonferenz in Daressalam die tansanische Bevölkerung aufgerufen, sich jetzt in den Impfzentren gegen Covid-19 impfen zu lassen. In den USA seien gegenwärtig 99 Prozent der Covid-19 Todesfälle auf ungeimpfte Personen zurückzuführen. Geimpfte Menschen hätten gute Chancen, im Falle einer Erkrankungen unter weniger schweren Auswirkungen zu leiden.
 

Tansania erwartet 11 Millionen Covid-19 Impfdosen

Regierungssprecher Gerson Msigwa teilte am 1. August auf einer Pressekonferenz in Daressalam mit, dass die Regierung mit der Lieferung von 11 Millionen Covid-19 Impfdosen aus dem Programm der internationalen COVAX-Impfinitiative rechnet. Damit bestehe wie in anderen afrikanischen Ländern die Möglichkeit, im ersten Schritt der nationalen Impfkampagne 20 Prozent der Bevölkerung zu impfen. 

Nach Angaben der Regierungszeitung Daily News bezifferte Msigwa die aktuelle Zahl der Impfzentren auf 550. Er bekräftigte, dass zuerst das Gesundheitspersonal, die Altersgruppe 50 plus sowie Menschen mit Vorerkrankungen geimpft werden sollen. 
 

Sinkende Infektions- und Todeszahlen in Afrika

Nach wie vor liegt die Impfquote für ganz Afrika bei circa 2 %. Dennoch konnte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (CDC) Ende Juli bekannt geben, dass die Zahl der Neuinfektionen um 15 % gesunken sei. Allerdings gebe es regionale Unterschiede. Und die Zahl der Todesfälle, die inzwischen auch gesunken ist, ist weiterhin hoch.

Die Regionaldirektorin der WHO, Matshidiso Moeti, warnte daher vor zu viel Optimismus. Afrika befände sich immer noch "im Griff der dritten Infektionswelle.“

Als vorletztes Land Afrikas hat Ende Juli auch Burundi Covid-19 Impfdosen angefordert. Damit verzichtet jetzt nur noch Eritrea auf die Schutzimpfungen.

"Überzählige Impfdosen dürfen nicht nach Tansania"
WDR, Lokalzeit Ruhr vom 29.7.2021 (TV-Magazinbeitrag)

"Tansania: Kehrtwende in der Coronapolitik"
Deutsche Welle vom 28.7.2021

"Tanzania's Dilemma: It's not so easy to go from vaccine..." (in engl.)
WFUV vom 27.7.2021 

 

EU verspricht 20 % der benötigten Impfdosen für Sansibar 

Die Europäische Union hat nach Angaben ostafrikanischer Medien versprochen, 20 % der von Sansibar benötigten Covid-19 Impfstoffe zur Verfügung zu stellen. Auf den Inseln leben gegenwärtig circa 1,5 Millionen Menschen. Die Mitteilung erfolgte durch den neuen EU-Botschafter in Tansania, Manfredo Fredo, bei seinem Antrittsbesuch im sansibarischen Gesundheitsministerium. 

Gesundheitsminister Mazrui: ""Lasst uns den Krieg gegen das Virus gewinnen!"

Ahmed Nassor Mazrui, Gesundheitsminister von Sansibar, äußerte sich bei dem Treffen auch zu den Corona-Skeptikern im eigenen Land: „Ich fordere alle Menschen auf, Spekulationen und unbegründete Gerüchte über die Impfstoffe zu ignorieren. Solange sie von der Weltgesundheitsorganisation zugelassen sind, ist die Impfung sicher. Gebt uns die Impfstoffe, um den Krieg gegen das Virus zu gewinnen.“

USA spenden über 16 Millionen Impfdosen an Afrika

Die USA haben Ende Juli über 16 Millionen Impfdosen an afrikanische Länder gespendet, darunter alleine 10 Millionen an Südafrika und Nigeria sowie 1 Million an Tansania.
 

TV-Liveübertragung von der Impfung der Staatspräsidentin

Die Impfung von Staatspräsidentin Samia Suluhu Hassan am 28. Juli, der offiziell ersten Impfung von Tansaniern auf dem Festland, wurde im tansanischen Fernsehen live übertragen. Hassan begründete ihr verantwortungsbewusstes Handeln mit den Worten: "Ich bin Mutter von 4 Kindern, Großmutter, Ehefrau und Präsidentin und Oberbefehlshaberin der tansanischen Streitkräfte."

Die Impfung sei sicher, sie habe sich auch schon früher gegen andere Krankheiten erfolgreich impfen lassen und sie lege Wert auf die Feststellung, dass ihre Impfung freiwillig sei - genauso wie die Impfungen der Gesundheitsministerin und anderer Mitglieder des Kabinetts. 

Die Staatspräsidentin machte die Bevölkerung auf mögliche geringfügige Impfreaktionen aufmerksam und bestätigte das Ziel, 35 Millionen Tansanier und damit - entsprechend der Zielsetzung der Afrikanischen Union - insgesamt 60 % der Bevölkerung zu impfen.  

"Eine moderne Waffe zur Bekämpfung der Krankheit"

Gesundheitsministerin Dorothy Gwajima bezeichnete die Impfung als "eine moderne Waffe zur Bekämpfung der Krankheit." Sie rief die Öffentlichkeit auf, dem Impfstoff zu vertrauen.
 

China spendete 100.000 Impfdosen an Sansibar

Die chinesische Regierung hat Sansibar 100.000 Impfdosen Sinovac gespendet. Die tansanische Botschafterin Mbelwa Kairuki nahm die Spende in der tansanischen Botschaft in Peking entgegen. Die Impfdosen sollten am 30. Juli nach Sansibar transportiert werden.
 

Über 1 Million Impfdosen in Tansania eingetroffen

Als Spende der US-Regierung sind am 24. Juli über die internationale COVAX-Impfinitiative mehr als 1 Million Impfdosen in Daressalam eingetroffen. Es handelt sich dabei offensichtlich überwiegend um Impfstoffe der Firma Johnson & Johnson, die nur einmal verabreicht werden müssen. Die Lieferung nahmen die tansanische Gesundheitsministerin und die Außenministerin sowie der US-Botschafter persönlich in Empfang.

Evangelikaler Wunderheiler Gwajima warnt vor dem Impfstoff

Der umstrittene tansanische Wunderheiler und evangelikale Bischof Josephat Gwajima (Glory of Christ Tanzanian Church), warnt seit Tagen alle Gottesdienstbesucher vor einer Impfung. Die westlichen Industrieländer hätten bei der Lieferung von Impfstoffen "Hintergedanken". Gwajima: "Wenn Weiße Ihnen etwas umsonst geben, dann seien Sie sicher, dass sie dafür eine Gegenleistung erwarten."

Gwajima, der auf Betreiben des verstorbenen Staatspräsidenten und Corona-Leugners John Magufuli für die Regierungspartei CCM im Nationalparlament sitzt, bezeichnete Ärzte und Professoren, die sich für Impfungen einsetzen, als "Menschen ohne Gehirn". Er predigte von der Kanzel: "Impfungen töten Menschen oder können sie in Zombies verwandeln. Menschen, die sich impfen lassen, riskieren, geistig behindert oder vom Computer aus dem Westen überwacht zu werden."

Die CCM kündigte an, gemäß der Parteisatzung Disziplinarmaßnahmen gegen Gwajima in die Wege zu leiten. Seine Äußerungen verstießen gegen die Anweisungen der Parteivorsitzenden und Staatspräsidentin Samia Suluhu Hassan. Die Ärztekammer von Tansania (MAT) forderte juristische Maßnahmen gegen den Wunderheiler.

Steigende Fallzahlen und Polizeieinsatz zur Durchsetzung der Maskenpflicht in Dar  

Während aus mehreren Landesteilen wie den Regionen Arusha und Moshi von ansteigenden Infektions- und Todeszahlen berichtet wird, hat der Regional Commissioner von Daressalam, Amos Makalla, Ende Juli den Einsatz überfüllter Linienbusse verboten und noch einmal die Maskenpflicht im Dar Rapid Transit (Dart) verkündet. Makalla will kurzfristig Polizeikräfte an ausgewählten Haltestellen bereitstellen, um das Tragen von Gesichtsmasken zu überprüfen. 

"'Am nächsten Tag sind schon viele tot' - was in Tansania, dem Land, das Corona leugnete, wirklich los ist"
Neue Zürcher Zeitung vom 27.7.2021
 

KCMC-Hospital in Moshi ruft den Notstand aus

Das Kilimanjaro Christian Medical Center (KCMC) in Moshi am Fuße des Kilimandscharo schlägt Alarm: Das Krankenhaus ist bereits überlaufen mit schwerkranken Covid-19 Patienten, die täglich Sauerstoff benötigen. KCMC-Direktor Dr. Gilliard Masenga teilte am 23. Juli der tansanischen Tageszeitung 'The Citizen' mit, dass die Sauerstoffflaschen des Krankenhauses nicht mehr ausreichen, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

Masenga: „Das Covid-19-Problem wird immer alarmierender. Die Öffentlichkeit sollte äußerste Vorsicht walten lassen, es ist eine sehr tödliche Krankheit. Wir müssen weiterhin alle präventiven Maßnahmen gemäß den Anweisungen des Gesundheitsministeriums einhalten."

Produktion von 400 Sauerstoff-Zylindern pro Tag reicht nicht mehr aus

Er fügte hinzu: "Wir haben hier im KCMC eine Fabrik, die in 24 Stunden 400 Flaschen produzieren kann, und wir dachten eigentlich, diese Kapazität würde für die nächsten 20 Jahre ausreichen. Unser täglicher Verbrauch lag anfangs bei 50 bis 60 Flaschen. Derzeit ist die Fabrik mit täglich benötigten über 400 Zylindern überfordert."
 

Landesweites Verbot aller "unnötigen Veranstaltungen" wie Konzerte, Discos oder Fußballspiele

Das tansanische Gesundheitsministerium hat angesichts der 3. Coronawelle landesweit alle "unnötigen öffentlichen Veranstaltungen" verboten. Bislang ist jedoch noch nicht im Detail bekannt, was von der Regierung als "nötig" und was als "unnötig" eingestuft wird. Laut Gesundheitsministerin gehören jedoch Musikkonzerte, Disco-Veranstaltungen und Fußballspiele zu den verbotenen Aktivitäten.

Die Regierung der Mwanza Region sprach sogar davon, dass lediglich religiöse Veranstaltungen von dem Verbot ausgenommen seien. Die Regierungszeitung Daily News berichtete jedoch, dass die angeordneten Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken in Mwanza kaum befolgt werden. Daher würden sich laut Daily News jetzt die Stimmen mehren, die eine entschiedenere Kontrolle durch die Regierung fordern.

Ansonsten sollen sich jetzt alle Tansanier auf die Corona-Schutzimpfungen vorbereiten. Das Gesundheitspersonal wird nach Angaben der Gesundheitsministerin bereits geschult.
 

Start der Massenimpfungen und Großbestellung der Regierung

Die Afrikanische Union (AU) teilte am 19. Juli auf einer Pressekonferenz mit, dass Tansania eine Großbestellung von Covid-19 Impfstoffen bei ihr in Auftrag gegeben habe. Von den insgesamt 400 Millionen Impfdosen der Firma Johnson & Johnson, die ab der darauffolgenden Woche nach und nach ausgeliefert werden, geht laut AU ein nennenswerter Anteil nach Tansania. Die genaue Zahl wurde jedoch nicht genannt.

Darüber hinaus erwartet Tansania auch noch bilaterale Auslieferungen beispielsweise aus den USA (Johnson & Johnson) oder den Niederlanden. Sansibar hat bereits 10.000 Impfdosen Sinovac (China) und Sputnik (Russland) erhalten.

Sowohl auf Sansibar als auch auf dem Festland wurde inzwischen mit den Impfungen gestartet. Der tansanische Premierminister rief das medizinische Personal und sogenannte "Vielreisende" auf, sich als erste impfen zu lassen. Letzteres bezieht sich vor allem auf Mekka-Pilger, die ohne vollständige Impfung nicht in Saudi-Arabien einreisen dürfen.

Start für 110.000 Sinovac-Impfungen auf Sansibar

Es war der sansibarische Gesundheitsminister Mazrui höchstpersönlich, der sich am 19. Juli als offiziell Erster impfen ließ. Ihm sollen 110.000 weitere Personen folgen. Zur ersten Priorisierungsgruppe gehören nach Angaben des Ministers das Gesundheitspersonal, der Grenzschutz, die Tourismusbranche sowie das Medienpersonal. Im zweiten Schritt folgt dann die Gruppe 60 plus.

Zur Impfung gelangt der von China gespendete Impfstoff Sinovac, der inzwischen die Notfallzulassung der WHO erhalten hat.
 

Oppositionsführer in Daressalam geimpft

Als einer der ersten auf dem Festland lebenden Tansanier wurde am 19. Juli der Vorsitzende der Oppositionspartei CUF, Ibrahim Lipumba, gegen Covid-19 geimpft. Er erhielt seine Impfung in der Klinik der Vereinten Nationen (UN) in Masaki, Daressalam.

Journalisten der tansanischen Tageszeitung 'The Citizen' sagte Lipumba, dass ihm der Impfstoff durch seine Frau zur Verfügung gestellt wurde, die für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) in Cox Bazaar, Bangladesch, arbeitet. „Wie Sie wissen, dürfen sich Mitarbeiter dieser internationalen Organisationen gemeinsam mit ihren Familien impfen lassen. Durch meine Frau konnte ich heute diese Impfung bekommen“, sagte er.
 

Afrikanische Union lobt die Firma Biontech

Die AU lobte die deutsche Firma Biontech für das Eingehen einer Partnerschaft mit der AU. Die Herstellung von Impfdosen für Afrika solle laut Vereinbarung so schnell wie möglich innerhalb von Afrika erfolgen. Bereits ab kommender Woche werden Impfdosen von Johnson & Johnson, die in Südafrika hergestellt werden, ausgeliefert.

Deutschland spendet 30 Millionen Impfdosen und 260 Millionen EUR an die WHO

Positiv bewertet wird von Mihigo die Bereitschaft Deutschlands, afrikanischen Ländern 30 Millionen COVID-19-Impfstoffe zu spenden. Davon sollen 80 % über die internationale Impfinitiative COVAX und 20 % bilateral (z.B. an Namibia) abgegeben werden. Gesundheitsminister Jens Spahn hat die deutsche Spende am 15. Juli auf einer Pressekonferenz als "Basis" bezeichnet. In den kommenden Wochen und Monaten sollen weitere Lieferungen folgen. Spahn kündigte außerdem eine weitere Spende in Höhe von 260 Millionen Euro für die COVID-19-Arbeit der WHO an. Damit würden sich Deutschlands Beiträge an die WHO seit 2020 auf fast eine Milliarde US-Dollar erhöhen.

COVAX liefert die ersten 300.000 Impfdosen nach Tansania

Die BBC meldete am 15. Juli, dass Tansania 300.000 Covid-19-Impfdosen von der internationalen COVAX-Impfinitiative erhält. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Dorothy Gwajima soll entsprechend der von der Regierung beschlossenen Prioritätenliste zuerst vor allem das medizinische Personal geimpft werden. 

Die Ministerin teilte außerdem den Beschluss der Regierung mit, zukünftig alle zwei Wochen Corona-Statistiken zu veröffentlichen.