Afrika-Festival Würzburg: Podiumsdiskussion über Albino-Morde mit Salif Keita (Mali) und Dr. Alfred Naiburi (Tansania)

Im Rahmenprogramm des 21. Internationalen Afrika-Festivals in Würzburg, mit über 100.000 Besuchern das größte Afrika-Festival Europas, wird am Pfingstmontag, den 1. Juni 2009, um 12.00 Uhr im Restaurationszelt eine  Podiumsdiskussion mit dem bekannten Weltmusiker Salif Keita (Mali) und Dr. Alfred Naiburi (Tansania) durchgeführt. Eingeladen ist ferner Sanon Fabéré, der Präsident der Albino-Selbsthilfegruppe ANIPA (Association National d’Integration des personnes albinos) aus Bobo Dioulasso (Burkina Faso). Dr. Alfred Naiburi leitet eine Klinik für Albinos am Kilimandscharo.

„Die weißen Schwarzen Afrikas - das Schattendasein der Albinos”

Unter dem Thema: „Die weißen Schwarzen Afrikas - das Schattendasein der Albinos” werden die Experten über die Probleme der Albinos in Afrika und Möglichkeiten der Hilfe berichten. Im Ankündigungstext des Festivals heißt es hierzu:

„Albinismus ist eine Erbkrankheit. Der Haut fehlt die Pigmentierung und somit kann sie nicht bräunen. Albinos leiden unter sehr empfindlicher Haut, schlechtem Sehvermögen und massiver Lichtempfindlichkeit. Sie haben weiße oder weißblonde Haare, rötliche Augen und eine sehr helle Haut. Viele Albinos, deren empfindliche Haut der starken afrikanischen Sonne ausgesetzt ist, bekommen schon in jungen Jahren Hautschäden und Vorstufen von Hautkrebs.

Neben den körperlichen Problemen leiden sie auch unter dem Stigma, das mit der Andersartigkeit des Aussehens einhergeht. Auf Grund von tradierten Mythen werden sie sozial isoliert. So glaubt man, dass die Mutter Sex mit einem Weißen gehabt hat, der Teufel die Hand im Spiel hat oder die Mutter in der Schwangerschaft Unrechtes gegessen oder getan hat.

Albinos, vor allem in Tansania, werden gejagt, verstümmelt und getötet. Traditionelle Heiler verbreiten dort, dass Körperteile von Albinos, als Medizin eingenommen, Reichtum, Gesundheit und Heilung von schweren Krankheiten bringen. Eine menschenverachtende Tragödie, der sich Selbsthilfegruppen und eine Klinik entgegenstellen!“

Info-Stand des Freundeskreises Bagamoyo e.V. auf dem Festivalgelände

Auf Einladung der Festival-Leitung führt der Freundeskreis Bagamoyo e.V. während der gesamten Festivaldauer einen Infostand durch, auf dem über das Albino-Aufklärungsprojekt informiert wird, das der Freundeskreis und das Bagamoyo College of Arts/TASUBA mit Unterstützung des Tansania-Zentrums Österreich im Sommer 2009 in Tansania durchführen werden.

21. Internationales Afrika-Festival Würzburg
29.5. - 1.6.2009
Zirkuszelte Mainwiesen Würzburg