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Besuch des Staatspräsidenten von Simbabwe in Bagamoyo

Mnangagwa in Bagamoyo

Emmerson Mnangagwa, Staatspräsident von Simbabwe, hat Ende Juni im Rahmen eines zweitägigen Staatsbesuchs in Tansania auch die Stadt Bagamoyo besucht. Es war ein sehr emotionaler Besuch, da Bagamoyo für die persönliche und politische Entwicklung Mnangagwas eine ganz besondere Rolle gespielt hat.

In den 60er Jahren befand sich im Süden Bagamoyos an der Straße nach Kaole das Hauptquartier der Frelimo, der Befreiungsbewegung von Mosambik. Joaquim Chissano und Samora Machel, die späteren Staatspräsidenten von Mosambik, organisierten von hier aus ihren Kampf gegen die portugiesischen Kolonialisten.

Weitgehend unbekannt war bislang, dass in dem Camp in Bagamoyo, in dem heute das Kaole Wazazi College of Agriculture untergebracht ist, neben 59 führenden Befreiungskämpfern aus Mosambik auch fünf führende Kader aus Südafrika und sechs aus Simbabwe ausgebildet wurden. Unter ihnen Emmerson Mnangagwa,  heute Staatspräsident von Simbabwe.

In seiner Rede an historischer Stätte nannte Mnangagwa die Monate Mai-Juni 1963 als Zeitraum seines Aufenthaltes in Bagamoyo. Zwei Jahre später zog er in den bewaffneten Kampf nach Rhodesien, wurde nach einem Anschlag auf eine Lokomotive verhaftet und zehn Jahre inhaftiert.

Der Präsident spendete als Zeichen seiner Dankbarkeit für die Gastfreundschaft 10.000 US-Dollar an das College of Agriculture.

Mosambik ehrt Bagamoyo auch heute noch durch den regelmäßigen Besuch von hochrangigen Regierungsdelegationen zum Unabhängigkeitstag. Zudem wurde in Mosambik eine Stadt in Bagamoyo umbenannt.

Die tansanische Tageszeitung "The Citizen" hat ausführlich über den Staatsbesuch berichtet, betonte die herausragende Rolle von Bagamoyo auf der "Road to Freedom" und schrieb:

"Bagamoyo ist ein Ort der Emotionen geblieben. Ein Ort der Emotionen für viele Afrikaner. Jahrzehnte nach dem Ende der Sklaverei ein Ort der Emotionen für viele, die ihre Häuser verlassen haben, um für Freiheit zu kämpfen, für die Befreiung von den Ketten kolonialer Unterjochung."