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Marc Engelhardt: "Kenia, Tansania, Sansibar" (Merian)

Buchcover Merian

In der langen Reihe von Tansania-Reiseführern reiht sich nun erstmals auch Merian ein. Das handliche Buch mit einer ebenso handlichen Landkarte hält allerdings nicht, was sich ein Tansania-Reisender von einem Kauf verspricht.

Schon das Buchcover mit der Ankündigung „Tansania“ ist eine Täuschung des Käufers: Neben Sansibar wird lediglich Nordtansania behandelt – auf nur 10 Seiten.

Ansonsten wimmelt es von inhaltlichen Fehlern oder Ungenauigkeiten: Da wird von Buchautor Marc Engelhardt, immerhin Afrika-Korrespondent verschiedener deutscher Zeitungen, Daressalam als „Hauptstadt“ bezeichnet (es ist Dodoma), Moshi ist ein „ruhiges, geordnetes Dorf“ (es ist eine Regionalhauptstadt mit 150.000 Einwohnern), „in der Altstadt von Stonetown kann man sich im Gassengewirr verlieren“ (Stonetown ist die Altstadt von Sansibar), „fast alle Bewohner des Festlandes gehören einer christlichen Kirche an“ (weniger als 50%), „Sansibar ist das Armenhaus Tansanias“ (schon mal ländliche Regionen besucht?), das Schiff Graf Goetzen „wurde in Einzelteilen zum Viktoriasee getragen“ (es war der Tanganjikasee) usw. usf.

Auch die Landkarte paßt sich der Schwäche des Buches an und verlegt z.B. die Fernstraße Daressalam-Moshi auf die Ostseite der Usambaraberge (richtig wäre: Westseite).

Fazit: Oberflächlich, lieblos und geschenkt zu teuer.