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08.04.10

Westerwelle und Niebel trafen sich in Dar mit Albinos

Albinos in Tansania

Albino-Kind in Tansania

Außenminister Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel trafen im Rahmen ihres gemeinsamen Ministerbesuchs in Tansania im Ocean Road Hospital in Dar es Saalam auch mit einer Abordnung von Albinos zusammen. In der Robert-Koch-Bibliothek gab der 42-jährige Albino Ernest Kimayo einen bedrückenden Lagebericht über die Situation seiner Leidensgenossen. Die zahlreichen, von traditionellen Heilern in Auftrag gegebenen bestialischen Albino-Morde hatten in den vergangenen zwei Jahren weltweit für Entsetzen gesorgt. Erst vor  wenigen Tagen hatte sich das Repräsentantenhaus einhellig gegen Albinomorde in Tansania und in den umliegenden Staaten ausgesprochen.

8,5 Millionen Euro Soforthilfe für Aids-Prävention und Familienplanung

Entwicklungsminister Dirk Niebel hat Tansania weitere finanzielle Unterstützung zugesagt, darunter jährlich zehn Millionen Euro an Budgethilfe. Eine Erhöhung dieser Summe sei nicht geplant, zumal die neue Bundesregierung die Budgethilfe sehr skeptisch sehe. Der Minister, der am Fischmarkt von Dar es Salaam eine Station zur kostenlosen Verteilung von Kondomen besichtigte, versprach außerdem 8,5 Millionen Euro Sonderhilfe für die Aids-Prävention und die Familienplanung. Tansania hat seit den 60er Jahren aus Deutschland ca. 1,8 Milliarden Euro Entwicklungshilfe erhalten.

Zum fast 80-köpfigen Tross der deutschen Regierungsdelegation gehören Amnesty International-Generalsekretärin Monika Lüke, Filmregisseur Volker Schlöndorff sowie Leiter von Hilfsorganisationen.