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20.08.13

Malaria-Impfung: In Bagamoyo findet die weltweit erste Feldstudie mit dem neuen Impfstoff PfSPZ statt

Der Überträger der Malaria

Der Überträger der Malaria

In Bagamoyo wird die weltweit erste Feldstudie mit dem neuen, in den USA entwickelten Malaria-Impfstoff PfSPZ durchgeführt. Am Ifakara Health Institute (IHI) in Bagamoyo, in dem bereits seit vielen Jahren im Bereich der Malaria-Impfung geforscht wird, soll die Wirkung der Impfung ab Mitte September an 54 Versuchspersonen im Alter von 18-35 Jahren getestet werden.

Finanziert wird das Vorhaben von der Fa. Sanaria (USA), Swiss Tropical Public Health Insitute und weiteren privaten Förderern.

Der bisher am weitesten entwickelte synthetische Impftstoff Vakzine RTS,S des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline hat die großen Erwartungen bislang nicht erfüllt. Die Schutzwirkung lag nur bei etwa 50 % und bei den am meisten gefährdeten Säuglingen wurde die Zahl der Erkrankungen nur um ein Drittel gesenkt.

Die Fa. Sanaria aus Maryland/USA wurde unter Mitwirkung der US-Armee 2003 eigens zur Entwicklung eines Malariaimpfstoffes gegründet und setzt im Gegensatz zu GlaxoSmithKline auf traditionelle Impfstoffe.

Die Umsetzung dieser Idee ist bei der Malaria allerdings nicht einfach, "da Plasmodien keine Bakterien, sondern Parasiten sind. Sie können nicht einfach auf Nährstoffmedien kultiviert werden. Sanaria musste für die Impfstoffproduktion zunächst Mücken in einer möglichst sterilen Umgebung züchten. Diese wurden dann mit infizierten Blutzellen gefüttert und später bestrahlt" (aus: Deutsches Ärzteblatt, August 2013). 

In den USA erzielte der neue, intravenös verabreichte Impfstoff in einer Versuchsreihe eine Erfolgsquote von 87 %.

Malaria: Lebendschutzimpfung mit hoher Schutzwirkung
(Deutsches Ärzteblatt vom 9.8.2013)