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23.05.18

Tansania widerruft Jagdgenehmigungen für Touristen

Löwe

Die Regierung hat beschlossen, Jagdgenehmigungen für Touristen zu kündigen. Dies rief nach Angaben der Zeitung "Business Daily" in dieser Woche heftige Debatten im Parlament hervor. Mitglieder des zuständigen Fachausschuses für natürliche Ressourcen und Tourismus meinten, dass der Beschluss gegen Tierschutzgesetze verstoße und ein Rückschlag für das Wachstum der Branche sei. Investoren seien nervös geworden.

Abschnitt 38 des Wildlife Conservation Act besagt, dass die Jagdlizenz für die Dauer von fünf Jahren vergeben wird, das Ministerium kündigte die Lizenzen jedoch bereits  nach zwei Jahren. Bereits im Oktober 2017 hatte Tourismusminister Hamisi Kigwangallah alle Jagdgenehmigungen widerrufen und angekündigt, dass die Lizenzen durch eine Auktion erneut vergeben würden.

Der frühere Vorsitzende der Tansania Hunting Operators Association, Eric Pasanisi, sagte, dass die vorgeschlagene Aussetzung des Trophäenjagdtourismus die Erhaltung der Wildtiere nachteilig beeinflussen werde, da ein großer Teil der Naturschutzfonds aus der Jagd stamme und dadurch der Erhaltung auch von Großwild wie Elefanten und Löwen helfe.

Jagdgegner sagen wiederum, dass das Geld von kontrollierten Jagdsafaris nur wenige Tansanier beschäftige und dass die Einnahmen für die lokalen Gemeinschaften nicht signifikant genug seien, um die Tötung von Wildtieren zu rechtfertigen.