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Goethe-Institut verstärkt Arbeit in Schwarzafrika

Das Goethe-Institut baut im Jahr 2008 sein Institutsnetz weiter aus und erhält im kommenden Jahr zusätzliche Gelder für neue Institute in Afrika, darunter die Wiedereröffnung des Goethe-Instituts in Tansania. Damit soll das Engagement in den neuen Schwerpunktregionen der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik verstärkt und die Institution umfassend reformiert werden.

Verstärkung des Engagements in Afrika

„2007 war ein entscheidendes Jahr für das Goethe-Institut“, so die Präsidentin der größten deutschen Mittlerorganisation, Jutta Limbach, bei der Jahrespressekonferenz am 13. Dezember in Berlin. „Mit Hilfe des Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier und der Abgeordneten des Deutschen Bundestags hat das Goethe-Institut seine strukturelle Unterfinanzierung überwunden. Durch erhöhte Mittel können wir unser Engagement beispielsweise in Afrika verstärken, ohne dass dies zu Lasten unseres bestehenden Institutsnetzes geht. Das ist außenkulturpolitisch ein wichtiges Signal.“

Den größten Aufbau wird es in Afrika geben: Durch das von der Bundesregierung initiierte „Kulturprogramm Afrika“ kann das Goethe-Institut erstmals seine Arbeit auf dem Nachbarkontinent verstärken. Insgesamt stehen dafür über fünf Millionen Euro jährlich zusätzlich zur Verfügung. Es werden neue Institute eröffnet und mehrere Verbindungsbüros sowie Sprachlernzentren eingerichtet. „Wir planen Anfang 2008 eine Konferenz in Johannesburg mit afrikanischen Intellektuellen, Künstlern und Experten, um so unseren partnerschaftlichen Ansatz schon bei der Konzeption unserer Aktivitäten in Afrika zu realisieren.“

Erfreulich sei auch, so die Präsidentin des Goethe-Instituts, Jutta Limbach, dass das Goethe-Institut sein Engagement für die deutsche Sprache international intensivieren konnte. Die weltweiten Veranstaltungen zum Thema Sprache, die mit dem Projekt „Die Macht der Sprache“ erfolgreich begonnen wurden, werden fortgesetzt: Für 2008 und 2009 ist eine Vielzahl von Veranstaltungen rund um das Thema Multilingualität geplant.

"Projekt 'Schulen: Partner der Zukunft'"

Als ein wichtiges Projekt für die deutsche Sprache wertete Limbach die von Bundesaußenminister Steinmeier für 2008 ins Leben gerufene Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“: „Wir sind stolz, dass das Goethe-Institut darin eine so wichtige Rolle spielen wird.“ Ziel ist der Aufbau eines weltweiten Netzwerkes von 1000 Partnerschulen Deutschlands. Dafür soll das bestehende Netz an deutschen Auslandsschulen und Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom anbieten, durch weitere Schulen ergänzt werden. Mit der Auswahl und Förderung dieser Schulen wurde neben der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) das Goethe-Institut betraut. Für die Unterstützung bei der Einführung des Unterrichtsfachs „Deutsch als Fremdsprache“ stehen dem Goethe-Institut knapp 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Derzeit verfügt das Goethe-Institut über 134 Institute in 82 Ländern sowie über 13 Institute in Deutschland. Das Goethe-Institut betreut außerdem neben 72 Lesesälen, Dialogpunkten und Informationszentren 64 ausländisch-deutsche Kulturgesellschaften, 37 Sprachlernzentren und 195 Lehrmittelzentren.