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Rolf Ackermann, "Die weiße Jägerin"

Buchcover
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Rolf Ackermanns Roman "Die weiße Jägerin" spielt gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Damals wurde das Interesse des deutschen Kaiserreiches an Ostafrika geweckt. Zielstrebig versuchen die Deutschen, Fuß auf dem schwarzen Kontinent zu fassen und führen sich dabei wie Kolonialherren auf. 

Auch der Bruder von Margarethe Trappe hatte sein Glück in Afrika gesucht, und die zahlreichen Briefe an seine Schwester weckten den Wunsch in ihr, nach Deutsch-Ostafrika zu reisen. Zusammen mit ihrem Mann Ulrich verlässt Margarethe Berlin und findet 1907 am Fuße des Kilimandscharo ihre zukünftige Heimat. 

Die junge Frau betreibt mit Ulrich eine Farm und macht sich einen Namen als Jägerin. Gemeinsam mit Anthimos Koundouriotis - einem alten Freund ihres inzwischen verstorbenen Bruders - organisiert sie Safaris. Auch die Massai sind ihr wohlgesonnen und beten sie als weiße Mutter förmlich an. 

Im Laufe der Jahre lebt sich das Ehepaar Trappe auseinander. Margarethe verabscheut das herrische Gebaren von Ulrich und seinen Freunden. Sie findet ihre Liebe bei Anthimos. Aber das Glück ist ihr nicht hold. Wird Margarethe zum Spielball der weltpolitischen Mächte? 

Rolf Ackermann muss zu Beginn seines Roman "Die weiße Jägerin" geschichtlich weit ausholen, um die damalige Situation in Afrika zu schildern. In eindrucksvoller Weise wird in dem Buch die deutsche Kolonialgeschichte und das Leben einer außergewöhnlichen Person zu einem spannenden und faszinierenden Frauenporträt verknüpft. Auch wenn Margarethes eindruckvolle und aufregende Erlebnisse im Rahmen der Fülle der historischen Fakten vielleicht doch etwas zu kurz kommen. 

Überzeugend und beeindruckend ist das Fachwissen des Autors und seine szenisch detaillierten Schilderung des geheimnisvollen Kontinents Afrika. Ackermanns Roman fesselt bis zur letzten Zeile.