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20.07.10

18. Internationale Aids-Konferenz in Wien prüft tansanisches HIV/Aids-Gesetz

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Am vergangenen Sonntag begann in Wien die 18. Internationale Aidskonferenz 2010. Sechs Tage lang beraten ca. 20.000 Experten aus Forschung und Politik sowie zahlreiche Aktivisten aus Nicht-Regierungsorganisationen über die neuesten Erkenntnisse und Herausforderungen in Sachen HIV und Aids. Mit dem Motto „Rights Here, Right Now“ unterstreicht die Konferenz, dass der Kampf gegen die Ausbreitung von HIV eng mit der Durchsetzung grundlegender Menschenrechte verbunden ist. Stigmatisierung und Diskriminierung sorgen noch immer dafür, dass die am meisten von HIV bedrohten und betroffenen Menschen die angebotenen Hilfsprogramme nur zurückhaltend in Anspruch nehmen. Zu diesen zählen Männer, die Sex mit Männern haben, Menschen, die Drogen gebrauchen, und Sexarbeiterinnen.

In diesem Zusammenhang steht am Donnerstag auch das HIV/Aids-Gesetz Tansanias aus dem Jahr 2008 auf dem Prüfstand und wird von einer Expertengruppe kritisch bewertet. Nach dem Gesetz wird eine Verbreitung von HIV/Aids mit Strafen zwischen 5-10 Jahren Haft geahndet. 

Die tansanische Delegation wird von Fatma Mrisho geleitet, der Vorsitzenden der tansanischen Aidskommission (Tacaids).

Einen Fokus legt die Konferenz auf Osteuropa, wo im vergangenen Jahrzehnt die Zahl der HIV-Infektionen besonders stark angestiegen ist.