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Ahlener Zeitung: Figarotüll schafft Durchblick (07.06.2004)

Masken und archaische Instrumente (Foto: Peter Harke)
Masken und archaische Instrumente (Foto: Peter Harke)
Gestaltung des Bühnenbildes (Foto: Peter Harke)
Gestaltung des Bühnenbildes (Foto: Peter Harke)
(Foto: Peter Harke)
(Foto: Peter Harke)
(Foto: Peter Harke)
(Foto: Peter Harke)
(Foto: Peter Harke)
(Foto: Peter Harke)

Bühnenbild für neues Kindermusical entsteht in der Stadthalle Ahlen

Von Peter Harke (Ahlener Zeitung)

Ahlen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde, die Evolutionsgeschichte der Menschheit, deren Unvollkommenheit und  Unfähigkeit zu einem dauerhaft  friedlichen Miteinander – das ist der Stoff, um den es, ganz grob, inhaltlich geht in "The Sound of the Pearl", dem neuen Kindermusical der Kreismusikschule Beckum-Warendorf. Figarotüll – so heißt der Stoff, der bei den Aufführungen in der Ahlener Stadthalle beim Publikum buchstäblich für Durchblick sorgen soll. Das hauchdünne transparente Material wird mit Hilfe einer ausgeklügelten  Beleuchtung mal im Vordergrund erscheinen und eine Strandkulisse zeigen, mal gänzlich unsichtbar sein – und die Zuschauer in die Tiefen des Meeres eintauchen lassen, in das Reich von Seelilien, Anemonen, Korallen und anderen Lebewesen, die in dem Stück als Bewahrer der Schöpfung eine zentrale Rolle spielen

Zwei, die sich darauf verstehen, solch perfekte Illusionen  zu schaffen, haben für die gesamte Dauer der Osterferien ihr Lager – wenigstens am Tage – in der Stadthalle aufgeschlagen: Die Theatermaler Félix Maurice-Manchon und Alessio Nalesini sind für das Bühnenbild beim "Klang der Perle" verantwortlich. Und erledigen ihren Auftrag bisher zur vollen Zufriedenheit von Dr. Wolfgang König und Veronika te Reh. Der Leiter der Musikschule und seine Frau  schauen so oft es geht in Ahlens zurzeit wohl größtem Künstleratelier vorbei – und  bringen außer Pizza oder Leckereien vom Chinesen  stets auch gute Laune mit. Denn die Vorfreude auf die Premiere in knapp acht Wochen, am 5. Juni, wächst  mit jedem Tag und mit jedem der insgesamt 330 Quadratmeter weißen Tuches, den Félix und Alessio   mit Pinseln, Bürsten, 60 Litern  Spezialfarbe und viel Phantasie in traumhaft schöne Landschaften verwandeln. Weitgehend aus dem Gedächtnis und nach Gefühl. Nur hin und wieder werfen sie zur Kontrolle einen Blick auf das Modell im Maßstab 1:25.

Felix, "noch", wie er sagt,  am Theater in Dessau beschäftigt, und sein „freischaffender“ Kollege kennen sich aus gemeinsamer Zeit  beim Südwestfunk in Baden-Baden, wo ehedem etliche der  Produktionen aus der „Musicalschmiede“ König/te Reh fernsehgerecht-professionell ausgestattet  wurden. Damals noch unter der Leitung von SWF-Bühnenbildnerin  Lucie Hegmann. Nach "Strubbeltatz" hat Félix Maurice-Manchon jetzt für  "The Sound of the Pearl" zum zweiten Mal einen eigenen Entwurf abgeliefert. Bis zum Ende dieser Woche wollen er und Alessio fertig sein. Dann werden  sie Wolfgang König und Veronika te Reh etwas voraus haben, die noch am Schluss ihres Werkes feilen. So viel   ist aber sicher: Es gibt ein Happy-End.