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International Bagamoyo Arts Festival

Foto: Rudolf Blauth
Bagamoyo Players

Das International Bagamoyo Arts Festival ist das größte und wichtigste Kulturfestival auf dem tansanischen Festland. Es findet jährlich im Herbst statt und ist eine bunte Mischung aus Musik, Theater, Tanz, Akrobatik, Diskussionen und Ausstellungen.

An jedem Festival nehmen mehrere Dutzend Kulturgruppen aus allen Landesteilen Tansanias teil. Hinzu kommen Gruppen aus anderen schwarzafrikanischen Ländern sowie gelegentlich auch Gastgruppen aus Europa.

Das Festival existiert seit 1982, ein Jahr nach der Gründung des Bagamoyo College of Arts (TASUBA). Ursprünglich sollte das Festival, organisiert durch das College, der einheimische Bevölkerung von Bagamoyo die Arbeitsergebnisse öffentlich präsentieren. Durch die Berichterstattung in den Medien meldeten sich jedoch bald auch auswärtige Gruppen für das Festival an. Die Zahl der teilnehmenden Künstler stieg jährlich an. Sehr schnell entwickelte es sich zu einem nationalen Kulturereignis und besitzt seit 1986 auch einen internationalen Charakter.

In diesem Jahr wird zu Beginn des Festivals auch das neue Theater des Colleges feierlich eröffnet. Mit ca. 2.000 Sitzplätzen ist es das größte Theater in ganz Ostafrika, komplett überdacht und mit zahlreichen neuen Probebühnen und geräumigen Nebenräumen versehen.

Zur Eröffnung wird auch Staatspräsident Jakaya Kikwete erwartet. Die Bagamoyo Players werden zur Eröffnung ein Theaterstück des tansanischen Literaturpreisträgers Ebrahim Hussein aufführen. 

Festival-Termin 2008:
14.-18.10.2008

Weitere Infos (in Englisch)

Hinweis für auswärtige Besucher: 
Das Festivalprogramm wird in der Regel erst äußerst kurzfristig veröffentlicht und sehr oft noch während des Festvals verändert. Grundsätzlich finden aber täglich vom Nachmittag bis in den späten Abend durchgehend Kulturveranstaltungen auf dem TASUBA-Gelände statt.


Foto: Mücke Quinckhardt
M. Quinckhardt

Bericht vom International Bagamoyo Arts Festival 2007:

"Es herrschte eine wunderbare, wuselige Stimmung"

 
Persönliche Eindrücke von Mücke Quinckhardt (Leiterin der Musikschule Sansibar)
 
Es war unglaublich viel los auf dem Festival und es herrschte eine wunderbare, wuselige Stimmung auf dem Campus, die mehr sehr gefallen hat. Neben den Aktivitäten auf der Bühne gab es Workshops und einen Markt mit Kunsthandwerk und leckerem Essen. Hier traf man sich und kam leicht miteinander ins Gespräch.
 
Am Programm möchte ich Kritik üben: Es gab zwar einen Ablaufplan, aber kein richtiges Programm und deshalb auch keine Infos zu den auftretenden Gruppen. Wer also die Namen nicht kannte, musste einfach abwarten, was kommt - und das war manchmal ziemlich anstrengend, da der Zuschauerraum vor der kleine Bühne unter dem Mangobaum fast unerträglich überfüllt war und sich die Performances, die von sehr unterschiedlicher Qualität waren, über Stunden hinzogen.
 
Auch die Dhow Countries Music Academy (DCMA) war vertreten, und zwar mit einer Show, die wir zusammen mit Studenten vom Bagamoyo College of Arts für das anlaufende UMOJA-Projekt entwickelt haben. Das war ganz schön.
 
Insgesamt denke ich, kann sich das Bagamoyo College of Arts auf das nächste Jahr und die neue Bühne freuen. Ich würde mir allerdings wünschen, dass das College dann auch Werbung für das eigene Festival macht, ein informatives Programm druckt und rechtzeitig veröffentlicht und die Menschen auch außerhalb von Bagamoyo von dem Festival Notiz nehmen werden. Es hätte es verdient.