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Abdulrazak Gurnah, "Donnernde Stille"

Buchcover

Edition Kappa, München, 2000
302 S. (vergriffen)

Der heute in England lebende Gurnah wurde auf der Insel Sansibar geboren. Seine Eltern waren jemenitischer und kenianischer Herkunft. Nach der Revolution ging Gurnah 1964 ins Exil nach England. Er lehrt am Centre for Colonial and Postcolonial Research an der Universität Kent und verfasst Romane und Sachbücher.

In England gilt der ehemalige Lektor der renommierten African Writers Series des Heinemann Verlages als einer der bekanntesten Autoren aus dem ehemaligen britischen Empire. Seine Romane erscheinen bei renommierten Verlagen und in grossen Auflagen.

Abdulrazak Gurnah
Abdulrazak Gurnah

Das Werk Gurnahs steht in der Tradition der postkolonialen Literatur und setzt sich pointiert mit Kolonialismus, Migration und Rassismus auseinander. In seinen Romanen nimmt der Autor immer wieder Bezug auf seine ehemalige Heimat und thematisiert die Kolonialherrschaft der Engländer auf Sansibar sowie die politische und ethnische Gewalt und die postkoloniale Ernüchterung, welche auf die Unabhängigkeit folgten. Aber auch die Situation von afrikanischen Migranten in England ist das Thema des Schriftstellers, dessen Sprache sich durch feinen Sarkasmus auszeichnet.

In seinem neuesten Roman "Ferne Gestade" verknüpft Gumah zwei seiner literarischen Themen: die Migration und den kolonialen Alltag der Bevölkerung auf Sansibar.

Interview mit Abdulrazak Gurnah über seine neuen Romane (in Deutsch übersetzt!)

Veröffentlichungen:

  • "Schwarz auf Weiß", Edition Kapa, 2004
  • "By the sea" ("Ferne Gestade"), Edition Kappa, 2002
  • "Admiring Silence" ("Donnernde Stille") Edition Kappa, 2000
  • "Paradise" ("Das verlorene Paradies") Edition Kappa, 1996
  • "Essays in African Writing, II: A Re-Evaluation", 1996
  • "Dottie", 1990
  • "Pilgrims Way", 1988
  • "Memory of Departure", 1987